Lange Straße wird ausgebaut

Mitten im Zentrum: Die Lange Straße sollen im nächsten Jahr ausgebaut werden - vom Kreisel Bünder und Neuenkirchener Straße bis zur Kreuzung Mühlenburger und Biermannstraße.

 

 

Lange Straße wird ausgebaut
„Straßen NRW“ saniert im nächsten Jahr 1,2 Kilometer langes Teilstück im Herzen von Spenge
Für die Nebenanlagen ist die Stadt zuständig


Im nächsten Jahr soll es losgehen: Die Lange Straße in Spenges Zentrum soll auf einer Länge von 1,2 Kilometern saniert werden. Konkret geht es um den Abschnitt vom Kreisverkehrsplatz Bünder, Neuenkirchener sowie Nordstraße bis zur Kreuzung Mühlenburger und Biermannstraße. Neben der eigentlichen Fahrbahnsanierung durch den Landesbetrieb „Straßen NRW“ ist auch geplant, das ganze Spektrum der Nebenanlagen neu zu gestalten.


Die Kosten für die komplette Fahrbahnsanierung wird „Straßen NRW“ als Baulastträger der Langen Straße - Landesstraße 783 - übernehmen. Für alles andere müsste die Kommune aufkommen, denn die „Nebenanlagen liegen in der Baulast der Stadt Spenge. Hierfür wurde bereits ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Detmold gestellt“, wie in einem von der Verwaltung veröffentlichten Informationspapier zu lesen ist. Der Ausbau der mit etwa 12.000 Fahrzeugen täglich stark frequentierten Straße inklusive der Nebenanlagen wurde bereits während des Bürgerforums im November vergangenen Jahres zum Thema „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) von den Anwesenden befürwortet, auch der Ausbau der Nebenanlagen wurde angeregt. Zudem seien eine Steigerung der Aufenthaltsqualität und die Schaffung eines Radweges erstrebenswert.
Ein separater Weg für die Radfahrer ist aber wohl nicht zu erwarten. Es wird wohl auf beiden Seiten die Alibilösung „Schutzstreifen“ angewandt, die häufig nicht die Farbe wert ist, mit der die Striche auf den Asphalt gemalt werden. Denn wenn es eng auf der Straße wird, dürfen und sollen Fahrzeuge auf diesen Bereich ausweichen. Von einem sicheren Gefühl auf dieser stark befahrenen Straße kann für Radfahrer dann wohl kaum die Rede sein, es besteht keinerlei physische Abgrenzung zum motorisierten Verkehr, der Begriff „Schutzstreifen“ wirkt auch hier fast schon zynisch und bestenfalls zweckoptimistisch. Dazu kommt, dass zukünftig Busse direkt auf der Straße anhalten sollen, Busbuchten sollen nicht mehr errichtet werden. Im Zuge der Sanierung der Langen Straße sollen auch die beiden Kreisverkehrsplätze Lange und Ravensberger Straße und der zurzeit noch als Provisorium errichtete Kreisel Bünder, Neuenkirchener sowie Nordstraße saniert werden. Die Kosten für die Nebenanlagen der Langen Straße werden seitens der Verwaltung mit rund 600.000 Euro veranschlagt. Die Höhe der Förderung hängt davon ab, in welches Förderprogramm die Stadt Spenge aufgenommen werde. Die Entscheidung, ob eine Förderung bewilligt wird, und wenn ja in welcher Höhe, wird im Laufe des Herbstes erwartet. Dann haben auch die Anlieger Klarheit, die die Hälfte der Sanierungskosten für die Nebenanlagen beisteuern müssen.


:sg:

 

>zurück